“You are no longer the same as before”

In his Elogy to the graduates of the ‘Bachelor in Conservation’ programme at the Bern School of Arts (HKB) on 14 September 2018, my dear friend Oli delivers further proof that restoration (a subform of repair) is not only about changing (restoring, repairing, remediating) objects put involves transformation of people.

Read Olivier Aebischer’s speech below. (With thanks for permission to reproduce this here!)

Laudatio für die Bachlor-AbsolventInnen in Konservierung an der Hochschüle der Künste Bern, 14. September 2018

Von Olivier Aebischer

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Baccalaurae, liebe Baccalaurei oder

liebe Bachelors

• Sie bemerken es bereits bei Ihrer Anrede: Sie sind nicht mehr die gleichen wie vorher.

• Sie haben den akademischen Grad des Bachelors erreicht:

• Herzliche Gratulation!

• Das ist eine einmalige Sache im Leben.

• Die wenigsten machen danach nochmals die gleiche Ausbildung, um ein zweites Mal den gleichen Abschluss zu erlangen.

• Was abstrus klingt, kann aber durchaus vorkommen:

• Menschen, die in einer früheren Heimat einen Abschluss gemacht haben und in ein anderes Land auswandern, müssen im neuen Land unter Umständen nochmals das Studium durchlaufen und mit Examen abschliessen, bevor sie auf ihrem Berufsgebiet anerkannt arbeiten dürfen.

• Ich weiss von einer australischen Ärztin, die dies hier in der Schweiz auf sich genommen hat.

• Vielen Migranten dürfte es heutzutage so ergehen.

• Doch heute geht es um Sie und den erreichten Bachelor-Grad.

• Der hat Gott sei Dank nichts zu tun mit den gleichnamigen TV-Formaten.

• Davon gehe ich zumindest aus.

• Am einfachsten vermeiden Sie künftig gleichwohl alle diesbezüglichen Missverständnisse, indem Sie sich jetzt noch auf den Master-Abschluss weitervorbereiten und danach vielleicht sogar noch PhD werden.

• Dann wären Sie Meisterin oder Doktor gar, was doch eine reelle und unmissverständliche Sache ist.

• Das hiesse aber, sie müssten weiterhin aktiv daran arbeiten, wieder jemand anderes zu werden.

• Daraus könnte die Frage folgen, ob Sie sich denn nicht wohl fühlen als die, die Sie bereits geworden sind?

• Ob es sich mit Ihnen gleich verhält wie mit den Gegenständen Ihres Tuns:

• Sind Sie, als noch junge Menschen, denn schon restaurierungsbedürftig?

• Oder müssen Sie weiter optimiert werden?

• Wohin führt denn die permanente Selbstverbesserung?

• In die Bachelor-Sendung?

• Oder vielleicht immer weiter hinauf bis zu den Sternen, wie früher gesagt wurde: Per aspera ad astra?

• Gleichzeitig wird davor gewarnt, nicht zu hoch hinaus zu wollen; nicht zu hoch zu fliegen, denn dort oben brenne die Sonne heiss, wie einst, 1981, eine deutsche Schlagersängerin in Anlehnung an den Ikarus-Mythos besorgt zu vermitteln versuchte.

• Ja was denn nun?

• Ich weiss es doch auch nicht.

• Was uns zur grundlegenden Frage führt:

• Was können wir überhaupt wissen?

• Gut, ich nehme an, Sie wurden in letzter Zeit oft genug gefragt: „Was wissen Sie?“

• und konnten sich den philosophischen Luxus eines hyperbolischen Skeptizismus‘ gerade überhaupt nicht leisten.

• Schliesslich sind Sie wissenschaftlich unterwegs.

• Das heisst, Sie eignen sich Wissen an; auf Ihrem Gebiet kommt darüber hinaus die Anwendung des Wissens an konkreten Gegenständen dazu.

• Sie machen dabei Erfahrungen oder experimentieren und schaffen so bestenfalls neues Wissen, das wiederum geteilt, das weitervermittelt werden kann.

• Eine löbliche Sache von übergeordnetem Interesse.

• Und in dieser akribischen und zeitintensiven Vorgehensweise geradezu das Gegenteil von der heute grassierenden Instant gratification;

• nämlich der untermittelbaren Belohnung bei Erhalt irgendwelcher Social Media-Nachrichten oder der permanenten Möglichkeit sich per Knopfdruck so ziemlich jede erdenkliche Unterhaltung verfügbar machen zu können.

• Mit diesen heute alltäglichen Erscheinungen scheint sich die inzwischen über 30-Jahre alte These des Medienwissenschaftlers Neil Postman, wonach wir uns zu Tode amüsieren, in weitaus dramatischerer Weise zu bestätigen, als dieser sich wohl hat vorstellen können.

• Nämlich dass das Infotainment der Massenmedien, 1985 war es für Postman vor allem das Fernsehen, die freie Urteilsbildung der Menschen gefährde bzw. die Info-Vermüllung zugleich zu einer Entleerung der politischen und kulturellen Werte führe.

• Es muss Ihnen zu denken geben, wenn breiten gesellschaftlichen Kreisen inklusive deren politischen Repräsentanten durch Verblödung – Postman verwendete den Begriff der „Infantilisierung“ – deren kulturelles Bewusstsein abhanden kommt:

• Schliesslich arbeiten Sie am Erhalt kultureller Erzeugnisse bzw. von kulturellen Zeitzeugnissen und sind deshalb angewiesen darauf, dass sich die Öffentlichkeit an den dazu erforderlichen Investitionen beteiligt und nicht zuletzt auch den Wert Ihrer Arbeit zu schätzen und zu geniessen weiss.

• Daher ist es auch an Ihnen, sicherzustellen, dass Bildung – Ihre eigene wie auch diejenige von anderen – immer Priorität vor der Unterhaltung haben muss.

• Aber ich bin soweit beruhigt:

• Wenigstens während dieses Appells habe ich jetzt niemanden von Ihnen beobachten können, sich Instant-Gratifications vom Mobile-Telefon zu holen.

• Es wäre auch wirklich etwas verfehlt, denn schliesslich bin ich und meine Ansprache Teil Ihrer sauer verdienten Langzeit-Gratifikation am heutigen Tag.

• Aber würden Sie nicht, wenn Sie denn nun tatsächlich lieber auf Ihr Smartphone schauten, nicht einfach ein ehrliches Urteil darüber abgeben, worin Sie Ihre Aufmerksamkeit lieber investieren möchten?

• Es wäre nicht mehr das Daumen-runter-Zeichen für die Ablehnung des Dargebotenen, sondern das Daumen-auf-die-Home-Taste-und-Blick-auf-den-Bildschirm-Zeichen als Zeichen des Unwillens.

• Zugleich könnten Sie mit einem lieben Menschen chatten, ihm sagen, dass sie jetzt viel lieber bei ihm wären, als sich eine dröge Laudatio auf ihren Bachelor-Abschluss anzuhören, was Sie ausschmücken könnten mit: «bla bla bla, Lätschi».

• Lätschi ist das Gegenteil von Smiley, auf Hochdeutsch vielleicht: «Schnuti».

• Oder Sie könnten versuchen, überhaupt erst einen lieben Menschen zu finden und für sich zu interessieren, ihn dann später in echt kennenzulernen, um dann zu chatten und sich wahlweise Smileys, Herzlis, Küssis oder Schnutis zuzuschicken.

• Oder aber Sie könnten zum Beispiel auf Youtube aus hunderten von brillanten Ted-Talks auswählen, die weitaus inspirierender und gehaltvoller wären, als das, was ich hier von mir gebe.

• Sie könnten sich die Bilder einer unglaublich schönen Instagram-Influencerin ansehen, wie sie leicht bekleidet an einem karibischen Traumstrand vor einem sagenhaften Meeresfrüchte-Gericht sitzt und lachend die Eiswürfel in ihrem Rum schwenkt.

• Oder warum sich nicht im Namen Niel Postmans – Gott hab ihn selig – eine Folge Love Island, Dschungel-Camp, Promi-Big-Brother, das-wo-auch-immer-nächste-Topmodel, die Geissens oder eben Bachelor und Bachelorette reinziehen?

• Aber lassen wir das.

• Das wären nicht Sie.

• Sie befassen sich nicht mit dem niedrigsten, sondern mit dem höchsten, was unsere Kultur zu bieten hat:

• Mit Kunst.

• Sie stellen sich in ihren Dienst, indem Sie deren Werke mit hoher Kompetenz vor dem Zerfall bewahren und für die Nachwelt erhalten.

• Zugleich tun Sie dies diskret und unbekannt, höchstens bemerkt in Fachkreisen.

• Da ist Bescheidenheit gefragt.

• Sind Sie denn bescheiden?

• Stille Schaffer im Hintergrund, die dem Kunstwerk und damit den Kunstschaffenden und den Besitzern der Werke dazu verhelfen, wieder oder weiterhin im besten Licht zu erscheinen?

• Heruntergekommen Werken, beispielsweise von Abgasen lädierten Sandsteinskulpturen, zu ermöglichen, sich wie ein Phönix aus der Asche zu erheben?

• Letzteres wünscht man sich buchstäblich für die verbrannten Kulturgüter in Brasiliens Nationalmuseum.

• Nämlich, dass dort Spezialistinnen und Spezialisten aus Ihrem Fach doch noch das eine oder andere Wunder bewirken möchten und wenigstens einen Teil der ansonsten unersetzbaren Fundstücke aus der Natur- und Kulturgeschichte Südamerikas wiederherzustellen vermögen.

• Auf jeden Fall widmen Sie einen schönen Teil Ihrer Lebenszeit der Verschönerung des Schönen.

• Sie müssen demnach ästhetische Menschen sein.

• Was nicht zu verwechseln wäre mit Ästheten.

• Dem Ästheten geht es um den Ästhetizismus.

• Also allein um das schöne Ding, sich mit schönen Dingen zu umgeben, die ihn in einem schönen Schein erscheinen lassen und allenfalls hässliche Machenschaften kaschieren, ja diese vielleicht sogar legitimieren sollen.

• Das erklärt sicher teilweise, weshalb politisch Mächtige sich gerne mit Kunst umgeben.

• Dem ästhetischen Menschen aber geht es darum, etwas Schönes zu tun, ja das Schöne in allem zu seinem Zweck zu machen.

• Das Thema Ästhetik führt uns nun zu einem kurzen Exkurs.

• Denn – heute Morgen – an diesem Punkt angekommen, erinnerte ich mich an eine Arbeit, in der ich mögliche Aspekte der Beziehung zwischen Ethik und Ästhetik behandelt hatte.

• Wollte ich diese Arbeit zur weiteren Vorbereitung dieses Vortrags zu Rate ziehen, musste ich mit dem Zug von Bern nach Freiburg reisen, da diese nur dort und nur physisch vorhanden war.

• Da an ein Weiterarbeiten ohne die Unterlage nicht zu denken war, machte ich mich auf den Weg.

• Zu Fuss unterwegs zur Bushaltstelle bemerkte ich einen dunklen Mercedes mit Zürcher-Nummernschild, der ausserhalb der Parkfelder stand.

• Als ich an dem Auto vorbeilief, sah ich durchs offene Seitenfenster einen in sich zusammengesackten Mann in Anzug und Krawatte.

• Seine Augen waren geschlossen, sein Mund offen, in der rechten Hand lag sein Smartphone.

• «Der wird wohl ein Nickerchen machen», dachte ich und ging weiter, schliesslich hatte ich es eilig, denn ich hatte noch eine Laudatio zu schreiben.

• Nach 20 Metern fiel mir ein: Was, wenn der Mann ein Malaise gehabt hatte, vielleicht einen Herzinfarkt, dann würde jetzt jede Minute zählen und, würde ich jetzt einfach so weitergehen, ich die zu leistende erste Hilfe unterlassen.

• Also ging ich zurück und schaute mir den Mann genauer an und sah, dass er atmete.

• Gleichzeitig fuhr eine Bekannte mit dem Fahrrad vorbei, die mich grüsste und der ich «Salut Carine» nachrief.

• Das weckte den Mann auf, der mich mit weit aufgerissenen Augen anschaute.

• «Geht es Ihnen gut», fragte ich.

• «Tiptop» antwortete er auf Züridüütsch, «viele Dank.»

• An der Haltestelle fiel mir eine Frau mit langen blonden Haaren auf, die eine kurze schwarze Lederjacke, einen engen roten Rock und hochhackige schwarze Schuhe trug.

• In der einen Hand hielt sie einen mittelgrossen Rollkoffer, in der anderen ihr Smartphone.

• Ich hätte ohne weiteres einen grösseren Betrag gewettet, dass sie Deutsche ist, getraute mich aber nicht, sie das zu fragen, weil sie das bestimmt als übergriffig und belästigend empfunden hätte.

• Ich litt dafür ein bisschen darunter, dass ich keine Möglichkeit sah, meine Vermutung zu verifizieren.

• Beim Bahnhof angekommen, stellte sich heraus, dass der Intercity ausgefallen war, ich würde eine halbe Stunde auf den nächsten warten müssen.

• Ich ging zur Welle sieben, wo es im 5. Stock Co-Working-Räumlichkeiten gibt, um dort weiter an meinem heutigen Vortrag arbeiten zu können.

• Die jungen Leute am Empfang waren in die Bildschirme ihrer Handys oder Laptops vertieft und ignorierten mich nonchalant, was mir für einmal ganz recht war, denn ich hatte keine Lust, für 30 Minuten Tisch und Stuhl etwas zu bezahlen.

• In Freiburg angekommen, bestieg ich wieder einen Bus.

• Wir fuhren an der Kathedrale vorbei, und zwar an deren hochgotischem Südportal, wo unter dem einen Sandstein-Statuensockel bei der kürzlich erfolgten Restaurierung vier neue Figuren als Träger hinzukamen, die alle in ihre Handys starren.

• In einem Vierer-Abteil schräg vor mir sass ein einigermassen junges Paar nebeneinander.

• Er sass vornübergebeugt über seinem Handy, während sie ihm den Nacken kraulte.

• Die Zärtlichkeit der Geste berührte mich umso mehr, da ich die ganze Woche unter einer äussert schmerzhaften Halsstarre litt.

• Diese anfänglich nur einseitig schmerzhafte Bewegungseinschränkung verschlimmerte sich um ein Mehrfaches, nachdem ich zu einer so genannt medizinischen Massage gegangen war.

• Trotz dem grosszügigen Einsatz diverser Schmerzmittel danach waren die Schmerzen derart absurd, dass selbst leer Schlucken zur qualvollen Sache wurde.

• Daher meine vielleicht wichtigste Botschaft heute an Sie:

• Sollten Sie plötzlich von einer Halsstarre befallen werden, beispielsweise weil Sie in einer Fehlhaltung und bei Durchzug zu lange aufs Handy gestarrt haben, dann lassen Sie in der akuten Phase unter keinen Umständen jemanden mechanisch darauf einwirken.

• Laut meinem Onkel, einem pensionierten Allgemeinmediziner, den ich telefonisch konsultierte, kann versucht werden, eine muskuläre Entzündung, um die es sich in den meisten Fällen handelt, zuerst mit Kälte zu beruhigen.

• Ein, zwei Tage später, können Sie es dann wieder mit Wärme probieren.

• Als ich mich schliesslich auf einem Dachboden der 2002 geschriebenen Arbeit mit dem Titel «Ästhetik statt Ethik? Ein Versuch über mögliche Aspekte der Beziehung zwischen Ethik und Ästhetik ausgehend von Jospeh Brodsky und Adam Smith über Goethes Wahlverwandtschaften zu Oscar Wildes Dorian Gray» behändigt und auf der Rückfahrt im Zug die 26 Seiten nochmals gelesen hatte, stellte ich fest, dass Sie keinen weiteren Input für die heutigen Vortrag liefern würde.

• Aber, um dennoch bei der Ästhetik zu bleiben: Was ich an Ihrem Metier schön finde, ist, dass es Kunst, Naturwissenschaft, Geisteswissenschaft und Handwerk vereint.

• Das heisst, dass Sie über eine universale Bildung verfügen.

• Wahrscheinlich werden auch Sie sich in irgendeiner Form weiter spezialisieren, sei es in Bezug auf Material, Technik oder Epoche.

• Aber was auch immer Sie künftig anpacken werden:

• Achten Sie darauf, dass Sie daran Freude haben und anderen mit Ihrer Arbeit Freude machen.

• Dann sollten Sie auf dem richtigen Weg sein.

• Für diesen Weg wünsche ich Ihnen weiterhin alles Gute, viel Erfolg und viel Freude.

• Nochmals bravo zu Ihrem Bachelor Abschluss und herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Andrés Jaque on ‘Outing Mies van der Rohe’s Basement’

I appreciated this essay about The Barcelona Pavilion, known as an iconic building of modern architecture. The art installation ‘PHANTOM. Mies as Rendered Society’ displayed objects and working tools from the pavilion’s basement. The essay discusses this intervention as a way … Continue reading

I appreciated this essay about The Barcelona Pavilion, which is an iconic building of modern architecture. The art installation ‘PHANTOM. Mies as Rendered Society‘ displayed objects and working tools from the pavilion’s basement. The essay discusses this intervention as a way of enhancing architectural knowledge through mundane things.

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Image via E-book: Phantom. Mies as Rendered Society (research and drawings: Office forPolitical Innovation. Graphic design: David Lorente and Tomoko Sakamoto) 

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Image via E-bookPhantom. Mies as Rendered Society (photo: Andrés Jaque, 2012) 

Andrés Jaque’s text is about The Barcelona Pavilion, built in 1986 by Ludwig Mies van der Rohe and Lilly Reich as a copy of Ludwig Mies van der Rohe’s ‘Repräsentationspavillon des Deutschen Reiches’ for the 1929 Barcelona International Exhibition. It is published as a chapter of Inventing the Social (edited by Noortje Marres, Michael Guggenheim and Alex Wilkie and published by Mattering Press). The book title is the program for the chapter. Jaque is in search of understanding how the pavillon brings innovatively people together, to know Mies and its architecture in new ways.

The pavilion is one of many associates of what he calls the Mies-knowing society. Mies-knowers or Mies-knowing-society members, for Jaque, are enthusiasts and fans of Mies van der Rohe in constant conversation with his architecture.

The chapter has an original focus, it is about the role and the functional importance of its basement and how this space underneath the building became an associate of the Mies-knowing society. The basement is in similar terms an associate of the pavilion, a little similar like the pavilion to the knowing society. However, ignored, unknown to and hidden from the society, its relationsship with the society is more complex than the rest of the building.

In the first part of the chapter we read about:

  • how the pavilion participates in the making of the ‘Mies-knowing society’;
  • the role of the basement in supporting the functioning of the pavilion;
  • the ways the basement and its supporting role is hidden from the public and how the invisibility of the basement is a constitutive feature of the pavilion and its replica condition;
  • how users of the pavilion spot differences between the original and the copy of the pavilion; and
  • how people use the pavilion, who do not belong to the Mies-knowing society.

In the second part of the chapter, Jaque – himself the director of an architectural office – presents the intervention ‘PHANTOM. Mies as Rendered Society’. PHANTOM exhibited in the pavilion objects and practices that are usually hidden in the basement. The intervention changed the Mies-knowing society through:

  • the ways how various groups incorporated, criticized and ignored the intervention;
  • exhibiting staff members work and a potential focus of criticism of pavilion users; and
  • the Mies-knowing society becoming aware that its own knowledge on modern architectural issues was based on mundane, however, hidden practices (maintenance, storage etc.)

The intervention changed the appreciation of the pavilion. But it did not only have positive effects. With the public display of the basement, the work of cleaning and maintenance stuff became also visible for those who usually do not see it. However, the public did not appreciate work of maintenance staff as important, it was “assessed as known” and not as valuable Mies-knowledge.

Jaque Andrés, 2018, « Outing Mies’ Basement: Designs to Recompose the Barcelona Pavilion’s Societies », Inventing the Social,  N. Marres, M. Guggenheim et A. Wilkie eds., Manchester, Mattering Press, p.149-170.

Download the open source book here.

Tram lines now and then

This is public transport cartography based on data taken from Rail Map Online. The maps show ‘now’ and ‘then’ tram line networks in UK and Ireland cities. Read on this in The Guardian: In praise of the tram: Britain’s lost network and the future of transport . The following maps are copies taken from the same article.

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Hostile Architecture

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Photographs from the Silent Agents series (by Julius-Christian Schreiner) depict repressive uses of design and architecture. The photo above was shot in Innsbruck and shows metal structures that were added to street lamps etc. preventing people to lock their bikes to poles in the city center. More of such fine examples in this Guardian Urban Eye series and in this Die Zeit Artikel.

Repair is (always) more than restoring the original

Kulturen des Reparierens (transcript Verlag, 2018) is a new text collection edited by Stefan Krebs, Gabriele Schabacher and Heike Weber. It includes an article from The Urban Repair Project:

“Dann müssen wir es so lassen Reparatur ist (immer) mehr als die Wiederherstellung des Normalzustandes” (pp. 347-371)

The book is Open Access and you can download the entire book here.

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Lower Ninth Ward flooding

The flooding of the Lower Ninth Ward explained and performed on a map by climatologist Barry Keim from Louisiana State University on his Hurricane Katrina & Environmental Tour of Metropolitan New Orleans at the Annual Meeting of the Association of American Geographers (AAG) 2018. Many thanks to Barry for geographical insights and stories told of life and death in New Orleans now and then.

The clip was recorded at the Bayou Bienvenue Wetland Platform, located at the end of Caffin Avenue at the intersection with Florida Ave. The spot is worth visiting as it offers further information on the ecology of the Main Outfall Canal situated behind the Lower Ninth Ward.

For information on why the Katrina disaster was man made and not ‘natural’, see the grassroots website levee.org.

As an urban geographer and ethnographer, I could not resist to film some of the more performative aspects of the tour and the ways geographers talk about and listen to how cities are transformed over time. Using maps is of course just one geographical thing to do on a field trip. Other spatial practices and gestures of interest: pointing at landscape features, taking pictures, taking notes, searching for shadow, walking and talking, categorising spaces, moving and looking around, group behaviour (such as getting on and off the bus), personal (geographical) conversations (e.g. ‘where are you based’) and many more.

(Recorded on 11 April 2018. Video published courtesy of Barry Kim)